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Wir haben die am häufigsten gestellten Fragen für Sie beantwortet und in drei Themenbereiche aufgeteilt:
Was ist Apitherapie?
Apitherapie (lat. Apis = Biene und griech. θεραπεία therapeia = dienen; die Pflege der Kranken) wird als die medizinische Anwendung der Bienenprodukte bezeichnet.
Hierzu zählen unter anderem Propolis, Bienengift, Honig, Bienenwachs, Pollen, Gelée Royale und das Einatmen der Bienenstockluft.
Was ist Bienenstockluft?
Bei der Bienenstockluft handelt es sich um die Luft innerhalb eines Bienenstockes. Sie weist mehr als 50 flüchtige, in Wasserdampf und in Aerosolen enthaltene Verbindungen auf.
Die Stoffe in der Bienenstockluft stammen von der Gesamtheit der von den Bienen gesammelten und produzierten Produkte, wie zum Beispiel Propolis, Bienenwachs, Honig und Pollen. Diese Stoffe sind durch die ständigen Aktivitäten des Bienenvolkes in der ca. 35°C warmen und sehr feuchten Bienenstockluft enthalten.
Was ist Propolis?
Bei Propolis handelt es sich um das sogenannte Kittharz der Bienen. Grundlage von Propolis sind Pflanzenharze, welche diese zum Schutz ihrer empfindlichen Knospen produzieren.
Die Bienen machen sich das Immunsystem der Pflanzen zunutze, indem sie die Pflanzenharze sammeln und zusammen mit Wachs eine harzartige Masse mit antibiotischer, antiviraler und antimykotischer Wirkung herstellen.
Alle Oberflächen in einem Bienenstock sind von dieser Substanz hauchdünn überzogen, um so die Ausbreitung von Krankheitserregern im Bienenstock zu unterbinden.
Welche Inhaltsstoffe finden sich in der Bienenstockluft?
In der Bienenstockluft finden sich hauptsächlich flüchtige, organische Verbindungen, also Verbindungen die leicht verdampfen und bei Raumtemperatur im gasförmigen Zustand vorliegen.
Über 50 verschiedene Inhaltsstoffe finden sich in der Bienenstockluft, darunter Aldehyde, Ketone, Kohlenwasserstoffe, Carbonsäuren, Terpene, Alkohole und Ester, die hauptsächlich von Propolis und Bienenwachs entstammen. Auch Honigaromastoffe sind in der Bienenstockluft nachweisbar.
Viele der identifizierten Inhaltsstoffe zeigen entzündungshemmende, sowie antibiotische Eigenschaften.
Zu welcher Zeit kann ich die Bienenstockluft nutzen?
Die Inhalation von Bienenstockluft kann nur im Sommer zwischen April und September erfolgen, wenn die Bienen aktiv sind.
Für die Wintermonate bieten wir die Inhalation von ultraschallvernebeltem Propolis und Honig an.
Ist das Inhalieren schädlich für den Menschen?
Bisher sind bei der Inhalation von Bienenstockluft keine Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen aufgetreten.
Da Propolis und Pollen jedoch ein starkes Allergen darstellen und die Zusammensetzung je nach Bienenvolk und Standort stark variieren kann, ist bei jeder Erstsitzung eine med. geschulte Fachperson mit vor Ort.
Die einzelnen Verbindungen der Bienenstockluft, liegen laut der TU Dresden weit unterhalb der zugelassenen Richtwerte für Innenraumluft.
Ist das Inhalieren schädlich für die Bienen?
Nein, denn die warme Bienenstockluft wird nicht etwa mit Druck angesaugt, sondern mit einem Ventilator behutsam zum Schlauch gewirbelt.
Die Bienenstöcke, deren Luft inhaliert wird, werden regelmäßig gewechselt, so dass sich die antibiotische Bienenstockluft erneut anreichern kann. Aus den Bienenstöcken, die wir für die Apitherapie nutzen, wird kein Honig oder Propolis entnommen.
Ersetzt die Apitherapie die Schulmedizin?
Nein. Naturheilverfahren wie die Apitherapie sollten gegebenenfalls als Ergänzung / Unterstützung zur Schulmedizin angewandt werden.
Ziel ist es, konventionelle Medizin optimal durch naturheilkundliche und andere komplementärmedizinische Behandlungskonzepte zu ergänzen und somit Patienten zukünftig „Hand in Hand“ zu versorgen.
Was ist der Stand der Forschung zur Bienenstockluft?
Die Technische Universität Dresden untersuchte die Bienenstockluft und konnte in ihrer Studie über 50 verschiedene Verbindungen nachweisen.
Durch vergleichende Untersuchungen konnten die Wissenschaftler aufzeigen, dass die Verbindungen überwiegend dem Propolis und Bienenwachs entstammen. Mehrere Studien weltweit fokussieren sich auf die Wirkung und potentiellem Nutzen von Propolis, dessen Verbindungen in vitro antibiotische, entzündungshemmende, mykozide oder virostatische Eigenschaften zeigen.
Die Grundlagenforschung in diesem Bereich erweist sich jedoch als schwierig, da die Zusammensetzung sowohl von Propolis, als auch der Bienenstockluft sich nach geographischer Lage und auch zwischen einzelnen Bienenstöckern stark variiert.
Warum können keine klinischen Studien zur Bienenstockluft gemacht werden?
Jeder Bienenstock ist unterschiedlich und die exakte Zusammensetzung der Bienenstockluft variiert daher von Bienenvolk zu Bienenvolk. Klinische Studien sind teuer und können nur mit exakt denselben Rahmenbedingungen durchgeführt werden.
Kann die Bienenstockluft bei Post-COVID / Long-COVID unterstützen?
Hierzu gibt es bisher keine Studien die dies belegen.
Hinzu kommt, dass die Symptome bei Post COVID sehr unterschiedlich in der Schwere und Art sein können, weshalb hier keine generelle Aussage getroffen werden kann.
Komme ich in direkten Kontakt mit den Bienen?
Nein, die Patienten sitzen in einem bienendichten Raum. Auch durch das Inhalationsgerät können keine Bienen gelangen.
Sie können jedoch die Bienen, falls Sie wünschen, über ein Sichtfenster in der Bienenkiste bei der Arbeit beobachten.
Warum muss die Therapie von einem Arzt oder Heilberufler begleitet werden?
Das verwendete Inhalationsgerät BCS-IH16 ist als offizielles Medizinprodukt zugelassen und darf ohne Anamnese und beaufsichtigte Probeinhalation nicht in Betrieb genommen werden.
Wofür benötige ich eine Anamnese?
Während der Anamnese werden ihre Vorleiden festgestellt.
Es wird geprüft ob die Bienenstockluft Sie unterstützen kann und ob Sie diese vertragen. Zusätzlich wird die Therapie auf Ihre Bedürftnisse individuell abgestimmt und besprochen.
Gab es in der Vergangenheit Komplikationen wie z.B. allergische Reaktionen?
Bisher ist es während einer Bienenstockluft-Sitzung noch nie zu Komplikationen gekommen. Da Propolis und Pollen jedoch ein starkes Allergen sind, kann dieses Risiko wie bei jeder Therapie nie komplett ausgeschlossen werden.
Durch die medizinisch-überwachte Probeinhalation und Anamnese gehen wir bestmöglich sicher, dass es zu keiner Komplikationen kommt.
Wieviele Sitzungen brauche ich?
Die Anzahl der notwendigen Sitzungen hängt stark von Art und Schwere des Leidens ab. Unser medizinisches Personal wird Sie dazu beim Anamnesegespräch beraten.
In welchem zeitlichen Abstand sollte ich die Sitzungen der Bienenstockluft-Therapie anwenden?
Es wird empfohlen die einzelnen Sitzungen alle 1-3 Tage wahrzunehmen. Der Abstand zwischen den Sitzungen kann je nach Behandlungsfall auch größer sein.
Warum ist der Schlauch beheizt?
Wir arbeiten mit einem als Medizinprodukt zugelassenen Patientenset mit Maske und beheiztem Schlauch, damit die Inhaltsstoffe in der 35°C warmen Bienenluft nicht an der kühleren Schlauchwand kondensieren und so verloren gehen.
Wofür ist das Ventil an der Atemmaske wichtig?
Das Ventil an der Maske verhindert, dass die ausgeatmete Luft, zum Schutz der Bienen und aus hygienischen Gründen nicht wieder zurück in den Bienenstock, sondern nach außen abgeleitet wird.
Zusätzlich ist dadurch gewährleistet, dass Sie mit jedem Atemzug ausschließlich frische Bienenstockluft einatmen.
Was ist ein Spirometer und wofür wird es eingesetzt?
Ein Spirometer ist ein sogenanntes Lungenfunktionsgerät. Damit wird das Lungenvolumen und die Atmung überprüft.
Zu Beginn und Ende jeder Sitzung messen wir damit die Lungenfunktion. So kann der Verlauf der Bienenstockluft-Anwendung dokumentiert werden.
Gibt es Übernachtungsmöglichkeiten im Ort?
Im Ort haben Sie die Wahl zwischen zwei Übernachtungsmöglichkeiten. Sie finden das Hotel Hirsch, sowie das Hotel Lamm in wenigen Minuten Laufdistanz zur Station.
Bitte sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen gerne bei der Reservierung.
Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten für die Apitherapie?
In Deutschland übernimmt bisher leider keine gesetzliche Krankenkasse die Behandlung mit Bienenstockluft.
In Österreich gibt es Fälle, bei denen die gesetzliche Krankenkasse die Therapie übernimmt. Es sollen jedoch auch in Einzelfällen private Krankenversicherungen und private Zusatzversicherungen die Leistungen in Deutschland übernommen haben.
Gerne können Sie bei Ihrer Krankenkasse anfragen.
Sie haben auf Ihre Frage keine Antwort finden können? Kontaktieren Sie uns ganz einfach per E-Mail oder Telefon und wir helfen Ihnen gerne weiter.